In seiner Jugend, die auch schon ein paar Tage zurückliegt, hatte sich Rainer seinen Traum vom eigenen Rennrad in Form eines umgebauten Waffenrades ermöglicht. Dabei herausgekommen ist folgende Eigenkreation, die mir in eher desolatem Zustand mit der Bitte um Reanimation übergeben wurde:

Nach dem Zerlegen bis zur letzten Schraube übergab ich den Rahmen einem Fachbetrieb zum Entlacken. Der Zwischenzustand sah dann so aus:

Um Rainers Rad wieder in fahrbereiten Zustand zu versetzen, habe ich alle Lager zerlegt und gereinigt sowie alle relevanten Verschleißteile erneuert. Außerdem habe ich auch folgende Verbesserungen vorgenommen: Einlöten einer Ständergrundplatte, Anbringen eines Widerlagers für die Schalthebelschelle am Unterrohr, Montage der Schaltseilführung unter dem Tretlagergehäuse sowie Verlegung des Bremszuges ins Oberrohr.
Passend zur bereits von Rainer angebrachten Puch-Glocke habe ich das Rad auch mit einem Puch-Steuerkopfschild versehen. Der vielleicht etwas klobig anmutende Sattel ist ebenfalls eine Kreation von Rainer und eine Reminiszenz an den Schuster-Beruf seines Großvaters. Das Leder, das mit Ziernägeln an einem Kunststoffsattel angebracht wurde, erhielt durch mich eine fachmännische Zuwendung in Form von Lederöl.
Ich finde, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen:











