In der Garage eines bereits zum Abbruch freigegebenen Hauses stieß meine Tochter kürzlich auf ein Puch Clubman Damenrad, das wohl noch nicht viele Ausfahrten erlebt haben dürfte. Das erkannte mein fachmännisches Auge daran, dass an keinem der Verschleißteile nennenswerte Abnützungsspuren zu sehen sind. Die Farbgebung des Rades lässt auf die wilden 70er-Jahre schließen. Heute ließe sich ein Rad mit einer solchen Lackierung bestenfalls als Vintage verkaufen.

Meine Tochter dachte ursprünglich, dass ich dieses Rad fahrbereit machen würde, um es anschließend zu verkaufen. Nichts liegt mir ferner – schließlich ist es eine kleine Sensation, an ein solches Zeitdokument in diesem Zustand zu kommen. Nach ausgiebiger Pflege fügt sich die beige Schönheit nahtlos in meine Sammlung von Puch-Rädern ein. Denn: Auch wenn das Modell einst in hoher Auflage produziert wurde, ist anzuzweifeln, dass noch viele Exemplare in diesem Erhaltungszustand existieren.
Das Rad bekommt nicht zuletzt deshalb einen Platz in meiner Sammlung, weil ich dieses Ergebnis österreichischer Ingenieurskunst und den Beleg für ein wichtiges Stück österreichischer Industriegeschichte entsprechend würdigen will.
Danke an Gerald und Gregor, dass ich dieses Schätzchen vor dem Alteisen-Container bewahren konnte!








